Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft

HTML clipboard

Der ökologische Landbau trägt aktiv zum Natur- und Umweltschutz bei. Er greift auf bewährte natürliche Regelkreise zurück und schützt so unser Lebensumfeld.

Viele Studien belegen, dass ökologischer Landbau im Vergleich in zahlreichen Bereichen eine wesentlich bessere Umweltwirkung aufweist.

  • Klimawirkungen:
    • Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft

      Biolandbau schützt unser Klima! Mit dem Kauf von Bioland-Produkten sorgen Sie dafür, dass immer mehr konventionell wirtschaftende Bauern auf die klimafreundliche Anbaumethode (Verringerung der Emissionen an Treibhausgasen Kohlendioxid, Distickstoffmonoxid, Methan) umstellen und damit die Existenz ihrer Höfe und Familien sichern können.

    • Mehr pflanzliche und weniger tierische Lebensmittel

      Die Herstellung von Fleisch und Wurst ist energieaufwändig. Essen Sie seltener Fleisch und achten Sie auf Qualität: Klasse statt Masse!

    • Regionalität statt Flugtransporte

      Transporte mit Lkw oder gar Flugzeug belasten das Klima. Mit dem Kauf regionaler Produkte schützen Sie das Klima und stärken die Wirtschaft in der Region.

    • Saisonales Obst und Gemüse aus dem Freiland

      Obst und Gemüse aus beheizten Gewächshäusern belasten das Klima. Auch Tiefkühlprodukte benötigen zur Lagerung viel Energie. Bevorzugen Sie saisonale Produkte frisch vom Feld.

  • Eutrophierung der Böden und Gewässer: der ökologische Landbau emittiert signifikant weniger Stickstoff und Phosphor
  • Versauerung von Böden und Gewässern: Während die konventionelle Landwirtschaft durchschnittlich 44 kg SO2-Äquivalent/ha emittiert, sind es beim ökologischen Landbau nur etwa 21 kg SO2-Äquivalent/ha
  • Bodenschäden: Tendenziell sind Erhalt und Verbesserung von Bodenstruktur/ Bodenleben und damit der Bodenfruchtbarkeit festzustellen sowie eine Vermeidung von Bodenerosion.
  • Auswirkungen auf Menschen: Direkte Schäden für Produzenten durch Pestizidvergiftungen entfallen. Die Qualität der Nahrungsmittel ist höher: gemessen wurde eine geringe bis nicht vorhandene Belastung von pflanzlichen und tierischen Produkten mit Wert mindernden Inhaltsstoffen (z.B. Pestizide, Nitrat, Antibiotika, Hormone, Beruhigungsmittel), ein größerer Gehalt an Wert gebenden Inhaltsstoffen (Mineralstoffe, Vitamine, Aromastoffe) sowie eine größere Haltbarkeit der agrarischen Produkte.

Das Hintergrundpapier  Klimaschutz und Biolandbau in Deutschland sowie das Faltblatt  Biolandbau – Gut für unser Klima können Sie sich hier herunterladen.

Die DLG e.V. (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit der Technischen Universität München-Weihenstephan, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, und dem Institut für Nachhaltige Landbewirtschaftung e.V. das Zertifikat "Nachhaltige Landwirtschaft - zukunftsfähig" entwickelt. Weiterlesen