Wasserschloß Angern

Schloss Angern wurde 1736 von Friedrich August Fiedler im Auftrag von Christoph Daniel v.d. Schulenburg im Rokoko-Stil erbaut. 

Edo Graf v.d. Schulenburg ließ Schloss Angern im Jahre 1849 vermutlich von Ludwig Persius im Stil der Zeit umgestalten und ersetzte das barocke Walmdach durch ein flaches Zinkdach. Vorbild war vermutlich die ebenfalls von Persius im Auftrag von Edos Schwiegervater Curd v. Schöning gestaltete Villa Schöningen gegenüber dem Jagdschloss Glienicke in Potsdam.

Das Schloss in Angern geht auf eine im Jahr 1341 errichtete Wasserburg zurück. Als Wasserburg oder Wasserschloss werden Burgen beziehungsweise Schlösser bezeichnet, deren Areal allseitig von Wassergräben oder natürlichen Gewässern umgeben ist. Topographisch gehören Wasserburgen zum Typ der Niederungsburgen. Der Wassergraben ist noch vollständig erhalten.

Das Schloss ist eine Dreiflügelanlage, Hauptflügel dreigeschossig, siebenachsig mit flachem dreiachsigen Mittelrisalit, Seitenflügel eingeschossig mit Mezzaningeschoss, Putzfassade, Gliederung durch Gesimse, Fensterrahmungen und zurückhaltende Verdachungen, schlichtes Portal, Rückseite mit Balkon und zweiläufiger Treppe. Das Dach ist flach geneigt. (Quelle).

Sie können unser Haus zum Tag des offenen Denkmals, im Rahmen von öffentlichen Veranstaltungen oder vorab angemeldeten Gruppenführungen besichtigen.





Schloss Angern im August 2010

Sanierung der Nordfassade des Schlosses Angern mit Mitteln des LeaderPlus-Programmes.

Die Fassade des Schlosses ist stark verwittert durch Zeiteinwirkung und einen nicht denkmalgerechten Dispersionsanstrich. Der Anstrich wird  mittels Wasserdruckstrahlverfahren und Schleifen restlos entfernt werden. Der Untergrund muss gereinigt uns sorgfältig auf Hohlstellen und schadhaften Untergrund überprüft werden. Lose Teile werden entfernt und neu verputzt.

Bestehende Risse werden aufgeweitet, entstaubt und mit dem denkmalgerechten Kalkputz strukturangleichend verfüllt.

Der Putz im Sockelbereich ist stark beschädigt und muß über die Schadenszone abgeschlagen und mit neuem Kalk-Zementputz neu aufgebracht werden.

Gesimse, Unterzüge, Leibungen und Faschen werden nachgeputzt, Simse nachgezogen und Ecken fachgerecht ausgebildet. 

Der Farbton wird mit der oberen Denkmalschutzbehörde abgestimmt. Die Fassade wird in einem Farbton monochron gestrichen. Dies beeinhaltet folgende Bauteile: Traufgesims und alle übrigen Gesimse, der gesamte Drempel mitsamt Fenster, Konsolen, die (im besonderen Maße verzierten - wahrscheinlich Eisenguß) Lüftungsgitter, alle Faschen, Laibungen, Sockel etc. Das Geländer der Treppe Gartenseite soll in grün (NCS S 6020 - G 50 Y) gestrichen werden.

Alle Holzfenster und Holztüren außenseitig werden vorsichtig angeschliffen, gereinigt, grundiert und zweimal im von der Denkmalpflege vorgegebenen Farbton gestrichen.

Einen Anteil zur Finanzierung des umfangreichen Vorhabens wird vom LeaderPlus-Programm und vom Bördekreis bereitgestellt.