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Für die Zeit um die Zeitenwende war die Landschaft der heutigen Altmark von ausgedehnten Wäldern, Feuchtgebieten und Flussniederungen geprägt. Archäologische und naturwissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass große Teile der Region deutlich stärker bewaldet waren als heute. In den Wäldern lebten Tierarten wie Auerochsen, Braunbären, Wölfe und Rotwild. Die Flusslandschaften von Elbe, Ohre und Tanger bildeten natürliche Lebensräume und wichtige Verkehrsachsen.
Während der römischen Kaiserzeit war das Gebiet der heutigen Altmark von verschiedenen germanischen Gruppen besiedelt. Archäologische Funde werden häufig den Langobarden zugeschrieben, die im ersten nachchristlichen Jahrhundert in Teilen der mittleren Elberegion nachweisbar sind. Ihre Siedlungen bestanden aus kleineren Gehöften und Weilern, deren Bewohner von Landwirtschaft, Viehzucht, Jagd und handwerklicher Produktion lebten.
Das Gebiet lag außerhalb des Einflussbereiches des Römischen Reiches. Zwar erreichten römische Handelsgüter die Region, eine dauerhafte römische Herrschaft bestand jedoch nicht. Die Beziehungen zwischen den germanischen Gemeinschaften nördlich der Elbe und dem Imperium reichten von Handel und diplomatischen Kontakten bis hin zu militärischen Auseinandersetzungen entlang der römischen Grenzräume.
Für die unmittelbare Umgebung von Angern liegen aus dieser frühen Epoche bislang keine schriftlichen Quellen vor. Die Besiedlungsgeschichte kann daher vor allem durch archäologische Funde rekonstruiert werden, die eine Nutzung der Landschaft bereits lange vor der mittelalterlichen Entstehung des heutigen Ortes belegen.